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06.11.2011
4.Int.Deutsche Meisterschaft der U21

Da hat es ja gestern Vincenzo (Cenzo) Gualtieri vom ASV Wuppertal  richtig spannend gemacht.

Im Weltergewichts Finalkampf der 4. Internationalen Deutschen Meisterschaft
der U21 Boxer in Köln, traf er auf den neunfachen Baden-Württembergischen Meister
Vjatscheslaw (Slawa) Spomer vom VfL Neckargartach.
In der ersten Runde konnte Cenzo leider zu wenig Treffer setzen, so das er am Ende der
Runde 1 mit 1:4 Punkten gegen den in der ersten Runde technisch starken Slawa zurück lag.
Ab Runde 2 begann dann die Aufholjagd von Vincenzo Gualtieri und am Ende dieser Runde
lag der Schützling von Trainer Kevin Günther nur noch mit 7:8 Punkten gegen Spomer zurück.
In der dritten und letzten Runde ließ der konditionsstarke Vincenzo Gualtieri
dem Baden-Württembergischen Meister Vjatscheslaw Spomer keine Luft mehr zum Atmen,
und so konnte sich der Deutsche Nationalkader Boxer mit dem italienschen
Kämpferherz am Ende mit 14:11 Punkten durchsetzen und den Deutschen Meistertitel
der U21 Boxer in seiner Heimatstadt Wuppertal mitnehmen.

Herzlichen Glückwunsch Cenzo !!!






Zuvor traf Vincenzo Gualtieri vom ASV Wuppertal  im Viertelfinale der vom
SC Colonia 06 Köln  ausgerichteten 4. Int. Deutschen Meisterschaften der U21
vom 03. bis 05. November 2011 in der Sporthalle Süd auf Margar Warschamjan
vom BC Norden, den Vincenzo Gualtieri mit 11:8 Punkten bezwang.

Beim Halbfinale im Weltergewicht (bis 69 Kg) am Freitag, siegte Cenzo klar mit 9:4 Punkten
gegen den viel stärker eingeschätzten Rusmir (Rus.K.O) Arnautovic vom Boxteam Lahn.


Nach diesem tollen Erfolg bei der Int. Deutschen Meisterschaft der U21 Boxer in Köln
treffen nun die Elite Boxer aus dem deutschen Amateur-Boxsport auf Vincenzo Gualtieri.
Auf Grund seiner Finalteilnahme hat sich Cenzo für die kommende 89. Deutsche Meisterschaft
der Elite (Männer) vom 29. November bis 03. Dezember 2011 in Leipzig qualifiziert.


      




06.11.2011
EM-Ausscheidungskampf

Leider beschäftigte uns auch sehr das Thema rund um den Ausscheidungskampf
von Pinar Yilmaz vom ASV Wuppertal  zur Europameisterschaftsteilnahme.
Für diejenigen die es in der Presse nicht ganz so verfolgt hatten,
hier noch einmal die Geschehnisse.
Wie Ihr vermutlich schon vernommen habt, fand am Freitagabend, den 07. Oktober 2011
im Bundesleistungszentrum Hennef ein Ausscheidungskampf zur Europameisterschaft
der Frauen vom 16.10. bis zum 23.10.2011 in Rotterdam zwischen Pinar Yilmaz
vom ASV Wuppertal e.V.  und Azize Nimani vom Boxring Eintracht Berlin  statt,
den Pinar Yilmaz mit 3 Punkten Unterschied gewonnen hatte.

Dies hat die Bundestrainer Roland Kubath und Zoltan Lunka offensichtlich entsetzt,
da man vermutlich mit einem klaren Sieg von Frau Nimani gerechnet hatte.
Pinar Yilmaz wurde noch am gleichen Abend von Herrn Kubath angerufen,
mit der Bemerkung, dass der Kampf auf jedem Fall wiederholt werden müsse.
Die Begründung war wohl, dass das Punktgericht nur aus drei Punktrichtern bestand.

Fakt ist:
Diesem Ausscheidungskampf hat Pinar Yilmaz freiwillig zugestimmt, obwohl sie sich
als Deutsche Meisterin bereits für die Europameisterschaft qualifiziert hat.

Für diesen Ausscheidungskampf wurden fünf Kampfrichter angesetzt,
wobei aber nur Drei erschienen sind. Es hatten sich dann zwei anwesende Kampfrichter
angeboten einzuspringen, dies wurde jedoch von Seiten der Bundestrainer bzw. Frau Nimani
abgelehnt und alle Beteiligten waren mit diesen drei Punktrichtern einverstanden.

Verwunderlich ist auch, dass in einem neutralen Ausscheidungskampf auf DBV -Basis
Frau Nimani vom Bundestrainer Herrn Lunka sekundiert wird,
da er auch genauestens Pinar Yilmaz kennt.

Da Frau Nimani bekanntlich einen sehr „starken“ finanziellen Background hat,
wurde nun vermutlich alles drum gegeben, dass es zu einer Wiederholung des Kampfes kommt.

Pinar Yilmaz reiste im laufe des Sonntages wieder im Sportleistungszentrum Hennef an,
um dort an der Vorbereitung zur Europameisterschaft teilzunehmen.
Leider wurde sie aber dort ignoriert und geschnitten,
ich glaube das nennt man heutzutage Mobbing, oder?

Am Montagmittag kam es dann zur einer Aussprache mit den Bundestrainern,
Verbandvertretern sowie einem Mitglied des Sportausschusses.
Bei diesem Gespräch wurde mitgeteilt, dass kein Protest gegen den Ausscheidungskampf
vorliege und von Seiten des Sportausschusses auch keine Wiederholung stattfinden bräuchte.

Nun erreichte mich am Dienstag, den 11.10.2011 die kurze Mitteilung, dass noch nicht mal
von Seiten des DBV 's (denn hier hatte niemand auf mein erstes Anschreiben reagiert), die
Leistungssportkommission einen neuen Kampf für den 14.10.2011 um 17.00 Uhr angesetzt hat.
Gleichzeitig wurde mitgeteilt, sollte Pinar Yilmaz diesem Termin nicht erneut zustimmen,
würde Frau Nimani automatisch zur Europameisterschaft geschickt.

Ich habe jedoch den Wettkampfbestimmungen, keinen Hinweis entnehmen können,
dass so lange geboxt wird bis der gewünschte Sieger fest steht.
Oder habe ich vielleicht noch die alten Wettkampfbestimmungen?

Wichtig ist an dieser Stelle der Hinweis, dass die erfolgreiche Teilnahme an der
Europameisterschaft, die Teilnahme an der Weltmeisterschaft beinhaltet, die wiederum
das Ticket für die Olympischen Spiele in London bedeutet. Dort werden zum ersten Mal
auch Boxerinnen teilnehmen können. Allerdings nicht in allen Gewichtsklassen, daher hat
Frau Nimani, die ursprünglich aus einer höheren Gewichtsklasse kommt,
in die Gewichtsklasse von Pinar Yilmaz gewechselt.

Es wurde also von der Leistungssportkommission mit einer 2/3 Mehrheit beschlossen, dass
der Ausscheidungskampf wiederholt wird und dass das Sportausschussmitglied unzulässige
Aussagen getätigt hat, da es laut neuen Satzungen keinen Sportausschuss mehr gibt.
Der Vorsitzende der Leistungssportkommission Herr Heinz-Günter Deuster erklärte
dessen Aussagen für gegenstandslos.
Ich möchte hier auch erwähnen, dass auf der offiziellen Homepage des DBV  auch noch der
Sportausschuss mit Namen der Mitglieder aufgeführt ist.

Seither war die Stimmung beim Vorbereitungslehrgang zur Europameisterschaft in Hennef sehr
gereizt und mit Frau Pinar Yilmaz wurde nur das Nötigste geredet. Des Weiteren war ein
kanadisches Kamerateam zugegen, um Interviews mit den deutschen Teilnehmern zu machen.
Wer wurde von der DBV  Seite nicht dazu eingeladen?
Genau, Pinar Yilmaz vom ASV Wuppertal.

Ob es nun wirklich einen Protest zum ersten Kampf gab oder nicht kann ich nicht sagen,
da dies ja tot geschwiegen wird. Ein Schreiben der Geschäftsführerin des NABV 
und Frauenbeauftragte Frau Renate Esser wurde ebenfalls nicht beantwortet.

Ich hatte nun am 11.10.2011 einen Protest per E-Mail gegen die Neuansetzung des schon gewonnen
Kampfes beim DBV  (Deutscher Boxsport-Verband e.V.)  eingereicht. Nun erwartete ich genaue
Auskünfte über einen Protest des ersten Kampfes, und wer ihn überhaupt eingereicht hat.
Nachdem nun, von Seiten des DBV sich niemand offiziell zu dem Protest geäußert hat,
wurde ein Rechtsanwalt eingeschaltet und die Öffentlichkeit informiert.

Unser Rechtsanwalt Herr Mack reichte am 12.10.2011 einen Antrag auf Erlass einer
einstweiligen Verfügung „Unterlassung der Neuansetzung des Ausscheidungskampfes zur
Europameisterschaft der Frauen“ per Fax, E-Mail und Einschreiben beim DBV ein, der aber
wiederum am 13.10.2011 vom stellvertr. Vorsitzenden des DBV-Sportgericht Herr Wolfgang
Weber auf Grund von Formfehlern und zeitlicher Überschreitung abgewiesen wurde.

Ich bitte Euch. Am 11.10.2011 wurde der Ausscheidungskampf neu angesetzt
und am 12.10.2011 ging die Unterlassung raus ???

Es kann nicht sein, dass formale Fehler auf dem Rücken der Sportlerin ausgetragen werden.
Wo bleibt denn hier die sportliche Fairness, bzw. der gesamte faire Umgang mit Pinar Yilmaz ?

Pinar Yilmaz hatte einen weiteren Ausscheidungskampf nicht mehr zu gestimmt,
da sie genauestens weiß, wie dieser am Ende endet, vor allem aber da sie durch die
letzten Ereignisse mental angeschlagen ist.

Nach Informationen der Westdeutschen Zeitung, wolle Sportdirektor Michael Müller von
einem Durcheinander nichts wissen. „ Unsere Aufgabe ist es, alle Sportler so fair wie möglich
zu behandeln.“ Die nachträgliche Videoanalyse habe ergeben, dass die Kampfrichter beim Duell
Yilmaz Nimani „nicht nur einmal falsch gedrückt haben, sondern eine Linie erkennbar war“.
Das hätten „mehrere erfahrene Leute“ bestätigt. Bei den „erfahrenen Leuten“ handelt es
sich laut Bundestrainer Roland Kubath um ihn, seinen Kollegen Lunka und einen Diagnosetrainer
des DBV . Das Video sei auch an die Schiedsrichterkommission geschickt worden. “

Am Donnerstag, den 13.10.2011 entschied der DBV , dass der Wettkampf am 14.10.2011
in der Sportschule Hennef nicht stattfindet. Später wurde in Abwägung aller Fakten
von der Leistungssportkommission mit 9:1 Stimmen entschieden, keine
Sportlerin in der 51 Kg-Klasse zu der Europameisterschaft nach Rotterdam zu entsenden.
Dies geschehe in erster Linie zum Schutz der Athletinnen und zur Wahrung ihrer Chancen
für die Qualifikation für die Weltmeisterschaften/Olympiaqualifikation 2012.

Mit beiden Sportlerinnen wird der Vizepräsident und Vorsitzende der
Leistungssportkommission Herr Heinz-Günter Deuster und der Sportdirektor
Herr Michael Müller ein persönliches Gespräch führen.

Über diese etwas eigenartige Vorgehensweise kann sich nun jeder selbst ein Bild machen,
bezüglich „Machenschaften“ und „Intrigen“ im Amateurboxsport.


Zu sehen, ist der Ausscheidungskampf von Hennef im Internet auf YouTube,
Ihr findet das Video unter dem Link: www.youtube.com/watch?v=AXG9oOGnvUs
Hier könnt Ihr Euch am Besten mal ein eigenes Bild von dem durchaus knappen Kampf machen.
Pinar Yilmaz ist in der blauen Ecke zu sehen.
Leider ist alles ohne Ton, denn es soll wohl sehr laut dort zugegangen sein.
Schaut Euch auch bitte genau die Minute 3:27 an, dort seht Ihr wunderbar, wie der
Bundestrainer seinem „Schützling“ versteckte Zeichen zum Punktestand gibt.


Auf Grund der Ereignisse und dem Vorwurf einer Nicht-Neutralität beim Punkten
des EM-Ausscheidungskampf von Hennef, hat der Mittelrheinische Boxverband  (MABV )
alle seine Kampfrichter für Veranstaltungen des DBV  bis auf Weiteres zurück gezogen.










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